BigBenjy 455 Share Posted December 29, 2025 Hallo zusammen, schon länger war nichts mehr zu den Dosto-Steuerwagen zu lesen. Wir erinnern uns: in diesem Thema ist die DBuz-Wagenfamilie vorgestellt worden. Nachdem im SzenarioPack Vol. 3 erste Wagenversionen zu sehen waren, bleibt es bei der avisierten Weiterentwicklung: es soll ein Wagenpaket mit weiteren Varianten und Bauformen ohne fahrbare Steuerwagen geben sowie mehrere fahrbare Steuerwagen als separate Addons. Der erste davon wird die Bauart 760 sein – um diesen soll es auch in diesem separaten Thema gehen. Im ersten Beitrag folgt ein Überblick zum aktuellen Stand. Später möchte ich hier und da noch auf einzelne spezielle Systeme und Entwicklungen eingehen. 3d-Modell Als Grundlage dient das bereits bekannte Außenmodell des Steuerwagens. Es wird funktional passend erweitert, um allen geplanten Funktionen gerecht zu werden. Dazu kommt ein neues Führerstandsmodell für den 760er, das hat Nick @icetea2202 gebaut. Auf dem Bild könnt ihr euch einen ersten Überblick machen. Es sind noch einzelne Bugs vorhanden, die ich mit Nick zusammen ausmerze. Die große Herausforderung ist aber gemeistert: Nicks Führerstandsmodell ist passgenau mit meinem Außen- bzw. Innenraummodell zu verheiraten gewesen. Denn ähnlich wie beim 481er soll auch hier völlig flexible Bewegungsfreiheit gegeben sein – bis hin zum Öffnen des Fensters, um dadurch nach hinten Türschließ- und Anfahrvorgang beobachten zu können. Skriptsystem Auch für die Dostos wird das bereits bei den anderen Fahrzeugen (BR481, 483, 147) genutzte Skript-Framework „MESFET“ weiterentwickelt. Im Gegensatz zu den S-Bahnfahrzeugen erfordern die „Vollbahn“-Entwicklungen natürlich einige andere Funktionen. Die Arbeit fängt dort wahrlich nicht bei Null an – von der Zugtaufe über Sifa bis zu den Scheibenwischern kann vieles adaptiert und weiterentwickelt werden. Die Zahl zusätzlicher bzw. neu zu entwickelnder Systeme ist bei diesem Sprung aber trotzdem recht hoch. Grundsätzlich bleibt das bekannte Schema mit aufrüstbaren bzw. optional voraufgerüstetem Fahrzeugen und zu- bzw. abschaltbaren Zusatzsystemen erhalten und wird auf die Dosto-Verhältnisse adaptiert. Wendezugsteuerung Allen voran steht natürlich die Frage nach der Wendezugsteuerung. Diese ist soweit entwickelt und bereits funktionsfähig, Fahrbetrieb also schon möglich. Dazu als Überblick: Es gibt im Führerstand einen Betriebsarten-Wahlschalter. Mit diesem kann ausgewählt werden, in „welcher Sprache“ der Steuerwagen mit dem Rest des Zuges kommunizieren soll. Hier galt es, einen brauchbaren Kompromiss zwischen Realismus und Spieltrieb anzustreben. So gibt es zwei Wendezugmodi in „TTB-Sprache“: TTB KWS und TTB ZWS. Erstere bildet die konventionelle DR-Wendezugsteuerung ab, welche über die wuchtigen Kabelverbindungen und 34-poligen Stecker vergleichsweise nah oberhalb der Schienenoberkante erfolgt. Die ZWS („zeitmultiplexe Wendezugsteuerung“) kommuniziert über die UIC-Leitung mit den typischen kleinen weißen Steckdosenverbindungen. Freilich kam bzw. kommt die ZWS vorwiegend zum Einsatz. Der "realistische" Teil der TTB-Wendezugsteuerung soll so viel abbilden, dass Schubloks nur in der jeweiligen TTB-Sprache angesprochen werden können, wenn sie über die entsprechende Kommunikationsschnittstelle (KWS-Steckdose oder UIC-Leitung) verfügen. Auch Mittelwagen sollen bei nicht-verbundenen Datenkabeln die Kommunikation zwischen den Fahtrzeugen blockieren können (dabei aber so flexibel sein, dass Wagen von Drittentwicklern problemlos un funktionable Zugverbände eingereiht werden können). Spannend und nicht unkompliziert ist dabei auch die Vorbildseite: so wurden die Analog-Adern der alten KWS-Steuerung je nach Fahrzeugtyp (Diesel- oder E-Lok) unterschiedlich belegt. Nach der Wende ließ sich mit dem Zusammenkommen verschiedener Datenverbindungen nur noch schwer überblicken „wer mit wem kann“ – schließlich brachte die Bundesbahn auch eine eigene (36-polige und natürlich nicht zum DR-System kompatible) KWS mit. Je nach Wagenbeheimatung wurden bei den Steuerwagen hier und da verschiedene Steuerrechner umgebaut oder ergänzt, um das Funktionieren mit verschiedenen Lokbaureihen (die sich gerade hinsichtlich der Wendezugausrüstung auch zwischen den Bauserien einer BR unterschieden) sicherzustellen. Manches davon hat es nicht bis in die einschlägige Fachliteratur geschafft und so bringen mache Erfahrungsberichte von Tf noch Überraschungen hervor… unser Ziel ist es, im TrainSim, die Wendezugsteuerung durchaus realistisch nachzubilden, aber nicht dort zu enden, wo nur Regelwerke (technisch eigentlich mögliche) Steuerwagen-Schublok-Kombis verhindern. Vielleicht gehen wir hier und da auch noch darüber hinaus… Nun habe ich explizit „TTB-Sprache“ geschrieben: andere Entwickler haben bereits eigene Wendezug-„Sprachen“ für den TrainSim Classic entwickelt. Das Skriptsystem ist dafür vorbereitet, weitere Sprachen zu sprechen und im Zugverband hängende Loks nach Umschaltung der Betriebsart auf andere Weise anzusprechen bzw. anzusteuern. Inwieweit hier eine Kompatibilität zu Loks anderer Hersteller möglich ist, kann ich noch nicht sagen. Mögliche Fallstricke zeigen sich erst bei der Entwicklung im Detail - di Gefahr, dass hier Dinge nicht ohne weiteres passend gemacht werden können, ist vorab leider nicht auszuschließen. Da das Ansprechen von Drittentwicklerfahrzeugen nicht die höchste Priorität hat, sondern zunächst das Fertigwerden des Gesamtfahrzeugs, muss die Beantwortung auf später vertagt werden. In jedem Fall aber wird es noch eine Betriebsart geben: den TSC-Standardmodus: in diesem wird versucht, das gekuppelte Triebfahrzeug mit TrainSim-Bordmitteln zum Schieben zu überreden. Das klappt mit vielen einfach gehaltenen Fahrzeugen tatsächlich ganz gut, je komplexer deren Skripte sind, umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht oder nur teilweise geht. Da heißt es: ausprobieren. Einen Mehrwert und Spiespaßfaktor bietet dieser Modus aber allemal. Fahrbetrieb Das Aufrüsten des eigenen Fahrzeugs bzw. der Schublok sowie der Fahrbetrieb selbst funktionieren bereits vollwertig: d.h. Sollgeschwindigkeit und Zugkraft können im Steuerwagen vorgewählt werden, werden an die Schublok kommuniziert, von dieser verarbeitet und das Ergebnis (bei entsprechender Ausrüstung) wieder an den Steuerwagen kommuniziert und in der Fahrstufenanzeige dargestellt. Auch die zusätzlichen von der Lokfamlilie der BR 143 direkt übernommenen Fahrprogramme „Freier Auslauf“, „Nur Fahren“ etc. sind vollständig umgesetzt. Soweit zur Hauptsteuerung. Darüber hinaus verfügt der 760er auch über eine Hilfssteuerung mit Auf-/Ab-Betrieb. Auch die ist vollständig umgesetzt und in die Wendezugsteuerung integriert. Allein bis zu diesem Punkt war es ein langer Weg – der TrainSim hielt wieder reichlich Fallstricke und Bugs bereit, die eine robuste Umsetzung verkomplizieren… Schubloks Logisch, die Frage steht ganz automatisch im Raum: wie sieht es mit den Loks am anderen Ende des Zuges aus, was wird dabei sein? Der Grundgedanke ist zunächst mal: es soll möglichst machbar sein, auch spätere Fahrzeugentwicklungen an den Steuerwagen hängen zu können, ohne irgendwelche Skripte anpassen zu müssen. Dementsprechend wird es kein Steuerwagen-Addon geben, das auf bestimmte Schubloks beschränkt wäre. Es wird eine Lokfamilie als Schublok mitgeliefert werden, die beim 760er Streuwagen nicht wegzudenken ist: die Baureihe 112/114/143. Darüber hinaus wollen wir aber weitere Baureihen bedenken, darunter mindestens einen Diesel-Vertreter. Über den genauen Umfang ist noch nicht abschließend entschieden. Als Kompromiss zum Aufwand des Mitlieferns mehrerer Fahrzeugbaureihen werden die Schubloks nicht vollwertig fahrbar sein, d.h. nicht über einen eigenen Führerstand und alle Spielerlokfunktionen verfügen. Evtl. werden sie dennoch für den Rangierbetrieb geeignet sein, aber auch hier sind noch nicht alle Details endgültig. Weitere Systeme Doch auch wenn der Fahrbetrieb bereits läuft, ist der Steuerwagen noch lange nicht nach meinen Ansprüchen fertig. Auch wenn vieles geschafft ist, wartet noch einige Arbeit. Natürlich werden auch SiFa und PZB ohne Abstriche an Bord sein. Darüber hinaus gibt es aber noch mehr Themen. Eine unvollständige Auswahl: Der Dosto-Steuerwagen wird über ein vollwertiges dynamisches IBIS samt Ansagensystem verfügen. Dazu später mal mehr im Detail – heute so viel: im Gegensatz zur S-Bahn wird das Fahrzeug nicht auf einem begrenzten, fixen Netz, sondern in einer viel weiträumigeren und flexibleren Bahnwelt eingesetzt. Das wird sich auch darin wiederspiegeln, wie das IBIS aufgezogen wird. Es wird in jedem Fall ein neues Datenformat für die Routenlisten geben, das gegenüber dem bisher bekannten auch zusätzliche Informationen enthält. Die Verdrahtung an sich folgt aber dem etablierten Schema, dass über ein Eingabegerät Zugzielanzeige und Ansagensystem angesteuert werden. Unser Ansagen-Ben spricht bereits seit einigen Monaten fleißig Ansagen-Vorlagen ein, um schon zum Release möglichst viele Strecken abdecken zu können. Parallel dazu werden die Zugzielanzeiger nach dem neuen RegionalPakete-System umgesetzt (nicht nur für den Steuerwagen, auch für die Loks...). Auch hier sind schon einige Pakete geschafft, aber bei der ersten Veröffentlichung dann vielleicht noch nicht alle angestrebten ca. 3.500 vorgefertigten Zielgrafiken dabei. Und dann sind ja da auch noch die Themen Abfertigung/Türschließverfahren, die Vertonung usw. usw. Daher gibt es noch keine konkrete Abschätzung eines Releasezeitpunkts. Die Projekt-Abarbeitungsreihenfolge ist ja bekannt und ich versuche euch hier ab und an über Fortschritte auf dem Laufenden zu halten. Viele Grüße, Benjamin 3 4 Quote Link to comment
BigBenjy 455 Author Share Posted March 25 Aktueller Querverweis: im Thema zur PZB-Entwicklung gibt es einen Videoschnipsel zu sehen, der u.a. die PZB-Startsequenz des Dosto-Steuerwagens zeigt: gehe zum Beitrag Viele Grüße, Benjamin 1 Quote Link to comment
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